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Immobilien-Lexikon. Fachbegriffe aus der Welt der Immobilien leicht verständlich dargestellt.
Gesetzliche und steuerrechtliche Anmerkungen beziehen sich in der Regel auf Deutsches Recht. Mit mehr als 1000 Artikeln haben Sie hier kostenlosen Zugriff auf eines der umfangreichsten
Nachschlagewerke im Internet.
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Bautechnik |
| Dachbelichtung |
Wenn man ein Dachgeschoss zum Wohnraum umwandelt durch den sog. Dachausbau, ist besonders eine ausreichende Versorgung mit Tageslicht zu beachten. Es gibt hierzu sogar Auflagen, welche von Bundesland zu Bundesland verschieden ist. Meist beträgt der Anteil der Fensterfläche ca. 10-13% der Grundfläche. Dies kann durch Giebelfenster teilweise nicht erreicht werden, weswegen grössere Fenster (wie Dachflächenfenster), Dacheinschnitte (Dachloggia, Dachbalkon) oder Dachgauben eingebaut werden. Wenn ein Dach nicht zu Wohnzwecken genutzt wird, sind einfache Dachfenster ausreichend, auch als Dachausstieg für den Schornsteinfeger. Bei Flachdächern oder Dächern mit flacher Neigung können sog. Lichtkuppelnk zur Belichtung eingesetzt werden. ...
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| Dachdämmung |
Zur Dachdämmung (d.h. zum Schutz gegen Kälte oder beim Dachgeschossausbau zur Verhinderung von grosser Hitzeentwicklung im Sommer) gibt es verschiedene Materialien. Als sog. Dämmstoffe können beispielsweise Holzfasermaterialien, Korkplatten, Altpapierdämmstoffe, Baumwollmaterialien, Blähbeton, Mineralfaserstoffe, Perlite, Schafwolldämmstoffe etc. verwendet werden. Je nach Dachkonstruktion ist das Material, welches eingesetzt wird, verschieden. Bei einem Steildach wird Wert gelegt werden auf eine zu grosse Aufheizung im Sommer sowie eine gleichmässige Beheizung im Winter. Der Umfang der Dämmschicht richtet sich nach den Anforderungen aus der sog. Wärmeschutzverordnung.
Damit die Dämmschicht vor Durchfeuchtung beispielsweise aus Wasserverdampfung geschützt ist, wird sie meist auf der bewohnten Seite eine spezielle Dämmung angebracht. Die Wärmedämmung eines Flachdachs soll zusätzlich vor schädlichen temperaturbedingten Spannungen schützen. Flachdächer können zwecks Wärmedämmung begrünt werden. ...
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| Dachentwässerung |
Eine Dachentwässerung ist wichtig, damit nicht nur das Hausinnere sondern auch die Fassade und Wände vor (Regen-)Wasser geschützt sind. Bei geneigten Dächern erfolgt die Ableitung des Wassers durch Regenfallrohre, welche an den Dachrinnen angebracht sind. Bei Flachdächern werden Dachabläufe eingesetzt.
Das Flachdach hat eine geringe Neigung (ca. 2%) und der Dachablauf
wird am tiefsten Punkt der Dachfläche angebracht. Je nach Grösse des Dachs kann es mehrere Dachabläufe geben, welche das Regenwasser in Dachgullys einleiten. Von dort aus gelangt das Wasser in das Regenfallrohr. Regenwasser kann in Regentonnen oder speziellen Regenwasser-Nutzungsanlagen gesammelt werden und beispielsweise zur Gartenbewässerung genutzt werden. ...
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| Dachform |
Das Dach eines Gebäudes ist für den optischen Gesamteindruck in hohem Masse entscheidend. Es gibt viele verschiedene Arten von Dächern: Bungalows haben bspw. meist ein sog. Flachdach, d.h. ein Dach, welches als gerade Fläche abschliesst. Zudem gibt es noch Satteldach, Zeltdach, Pultdach, Walmdach oder Sheddach. Eine häufig gewählte Dachform bei Häusern ist das Satteldach, da es preiswert im Unterhalt ist und meist lediglich geringe Reparaturen erfordert. ...
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| Dachformen |
Ein Dach kann verschiedene Formen haben, man unterscheidet unter anderem zwischen einem Giebeldach, Flachdach, Walmdach, Zeltdach, Krüppelwalmdach, Mansarddach usw. ...
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| Dachfuß |
Bei einem geneigten Dach bezeichnet man die unterste Stelle als den Dachfuß. ...
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| Dachhaut |
Die Dachhaut ist die äußerste, wasserführende Schicht des Daches, dies können Dachziegel oder bei einem Flachdach Dachpappe sein. Die Dachhaut bietet einen Schutz vor Witterungseinflüssen, Schnee oder Wind. ...
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| Dachkonstruktion |
Die Dachkonstruktion ist der tragende Teil eines Daches. Hierauf wird das eigentliche Dach (die Dachhaut) angebracht. Es gibt verschiedene Formen für Dachkonstruktionen, je nach Gebäude. Man unterscheidet generell zwischen geneigten Dächern, den sog. Steildächern oder flachen Dächern, den sog. Flachdächern. Die Dachkonstruktion kann aus verschiedenen Materialien bestehen, so z.B. Stahl, Holz etc. ...
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| Dachneigung |
Die Neigung oder Abfallwinkel eines Dachs wird auch als sog. Dachschräge bezeichnet. Es ist der Winkel zwischen der Geschosslinie bzw. der waagerechten Deckenlinie von einem Gebäude mit dem Dach. Bereits im Bebauungsplan wird die Art des Dachs und die Dachneigung festgeschrieben, damit für eine Einheitlichkeit eines Gebäudekomplexes bzw. Siedlungsgebietes gesorgt ist. Auch auf die Art der Dachdeckung sowie die Art der Verlegung der Dachdeckung hat der Neigungswinkel Einfluss: ein Mindestwinkel ist erforderlich bei einer sog. "harten Bedachung", zu welcher übliche Dachziegel oder Dachpfannen zählen. Hier ist ein Winkel von 22° einzuhalten, während es bei Schiefer 28° sind. Für Stroh und Reet beträgt der Neigungswinkel 45° nach Deutschem Recht. Generell wenn die Dachneigung flacher ist, muss ein grösseres Augenmerk auf die an Qualität des Deckungsmaterials gelegt werden und grosse Sorgfalt bei der Verlegung und Verarbeitung aufgebracht werden. ...
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| Dachstein |
Im Gegensatz zu Dachziegeln, welche aus gebranntem Ton bestehen, werden Dachsteine in der Form den Dachziegeln lediglich nachempfunden. Sie werden allerdings aus Beton hergestellt. Hierbei gibt es ein großes Angebot von kompletten Systeme angeboten, inklusive verschiedener Formteile und Ergänzungen. ...
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| Dachstuhl |
Als Dachstuhl wird die von einem Zimmermann gebaute Konstruktion des Dachs bezeichnet. Es gibt verschiedene Arten von Dachkonstruktionen, bei sog. Geneigten Dächern sind dies beispielsweise Sparrendach, Pfettendach oder Kehlbakendach.
Das Sparrendach wird durch zwei schräg stehende und einem waagerecht liegendemn Balken gebildet. Diese Balkendecke ergibt ein festes Dreieck, wobei ein stützen- und verstrebenfreier Dachraum erzielt wird. Bei einem Pfettendach stützen sich die Sparren am First nicht gegenseitig, sondern liegen auf waagerechten Balken: dem Firstbalken, der Firstpfette und der Fusspfette. Häufig ist auch eine Mittelpfette vonnöten, wobei hierdurch dann der Dachausbau erschwert werden kann. Allerdings kann man diese Art der Dachkonstruktion auch als schönere Optik oder gemütlich bezeichnen. Zudem ist bei einem Pfettendach der Einbau von grösseren Dachflächenfenstern möglich. Ein Kehlbalkendach ist auch zu den
Sparrendächern zu zählen und bei Dachbreiten von über 8 m oder Sparrenlängen über 4,50 m einsetzbar. Um einem Durchbiegen der Sparren vorzubeugen, werden diese durch einen waagerechten Balken (Kehlbalken) abgestützt. Diese Kehlbalken müssen bei einem Dachgeschossausbau in genügender Höhe angebracht sein, damit ausreichend Kopfhöhe gewährleistet ist. ...
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| Dachziegel |
Dachziegel werden (im Gegensatz zu Dachsteinen, welche aus Beton sind) aus gebranntem Ton hergestellt. ...
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| Dämmstoffe |
Es gibt verschiedene Arten, welche zur Dämmung (als Kälte-, Lärmschutz etc.) eingesetzt werden. Es gibt "anorganisch synthetische" Materialien wie beispielsweise Mineralwolle, oder "anorganisch natürliche" z.B. Perlite, Blähton. Zudem unterscheidet man zwischen "organisch synthetischen" wie z.B. Polyurethan-Schaumstoff, Polystyrol und "natürlichen" Dämmstoffen, wozu Baumwolle oder auch Zellulosefasern zählen. Aufgrund vieler verschiedener Erfordernisse gibt es leider keinen Universal-Dämmstoff, denn während dichte einen besseren Schallschutz aufweisen, so können z.B. poröse Dämmstoffe besonders wärmedämmend sein. Allerdings kann das Problem durch den kombinierten Einsatz von unterschiedlichen Dämmstoffe gelöst werden. ...
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| Dämmung |
Zu unterscheiden ist die Schall-
und die Wärmedämmung (siehe Wämeschutzverordnung). Unter
"Dämmung" versteht man in der Regel die Wärmedämmung,
die aber auch immer schalldämmend wirkt. Die Konstruktion
der (Wärme)Dämmung ist je nach Bauteil unterschiedlich,
die wichtigsten Dämmungen sind Dachdämmung, Dämmung der Bodenplatte, Perimeterdämmung (die Dämmung der Kelleraussenwände), Geschoss- oder Deckendämmung (dies ist meist auch eine Fussbodendämmung), Aussendämmung (die Dämmung der Aussenwände) und Innendämmung (die Dämmung der Innenwände). (Nachträgliche) Dämmungsmassnahmen können unter Umständen nach dem CO2-Minderungsprogramm gefördert werden. ...
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| Dampfbremse |
Dampfbremse nennt man (im Unterschied
zur absolut dichten Dampfsperre)
poröse Folien zum Schutz von Wärmedämmungen,
deren Poren ausreichend gross sind, damit
Dampfmoleküle diffundieren können,
Wassertropfen jedoch nicht hindurchtreten können: dazu müssten sie 30.000 mal grösser sein. Bei einzelnen Dachkonstruktionen ist der Einsatz von Dampfbremsen statt der Dampfsperren vertretbar, z. B. bei durchlüfteten, "kalten" Flachdächern. ...
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| Dampfdiffusion |
Dampfdiffusion nennt man das
Durchdringen (Diffusion = Auseinanderdriften) des Wasserdampfes,
d. h. von Wassermolekülen höheren
Dampfdruckes durch Wände und Decken,
insbesondere Aussenwände hin zum niedrigeren Dampfdruck
der kühleren Aussenluft. Diese Diffusion beruht
darauf, dass Luft, je wärmer sie
ist (bis zu einer bestimmten Grenze,
dem "Sättigungspunkt") Wasser als Wasserdampf aufnehmen
kann und dabei den Dampfdruck (d.
h. die Anzahl der bewegten Wassermoleküle pro
cm3) steigen lässt. Dampf höheren Druckes hat
aber immer die Tendenz, zum Dampf niedrigeren Druckes hin abzufliessen (das Druckgefälle auszugleichen) und der befindet sich in der kalten Jahreszeit aussen. Beim Durchdringen der Aussenwand werden die Wassermoleküle soweit abgekühlt, dass sie zu Tröpfchen kondensieren. Baukonstruktiv (z. B. durch den Einbau einer Dampfsperre oder Dampfbremse) geht es darum, diesen sog. Taupunkt möglichst weit nach aussen zu legen, dorthin, wo das Wasser gefahrlos abtrocknen kann, um eine Schimmelbildung an der Innenseite der Wand und die Durchfeuchtung der Wämedämmung zu vermeiden. Andererseits ist eine gewisse (Wasserdampf)Sorptionsfähigkeit der ersten inneren Wandschicht gewünscht, d. h. es werden solche Materialien (z. B. Gips, Lehm oder Holz) gewählt, die Dampffeuchtigkeit aufnehmen können und nach und nach an den Raum wieder abgeben. Diese Regulierung der Luftfeuchtigkeit ist für ein angenehmes Raumklima sehr wichtig. ...
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| Dampfsperre |
Im Hausinnern entsteht vor allem in der
kühleren Jahreszeit "Dampf", d. h.
wassergesättigte (z. B. durch die Atmung)
warme Luft. Die bewegten Wassermoleküle haben
die Tendenz zum Druckausgleich, d.h. nach aussen
hin zum niedrigeren Dampfdruck zu diffundieren.
Die Dampfsperre ist eine z. B. in Wände, Decken
oder Dächern eingelegte absolut wasserdampfdichte Folie (im Unterschied zur Dampfbremse), um die Wärmedämmung vor Durchfeuchtung aus dem Hausinnern (durch die Dampfdiffusion) zu schützen. Das an der Dampfsperre kondensierende Wasser wird durch eine geeignete Konstruktion an der Dämmung vorbei nach aussen geleitet, bzw. muss nach aussen hin durch eine entsprechende Lüftung abtrocknen können. Geeignet als Dampfsperre sind Kunststoffolien (z. B. aus PE), Bitumendachpappen oder Aluminiumkaschierung auf dem Dämmaterial. ...
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| Dehnfugen |
Dehnfugen werden systematisch angelegt und mit einem dauerelastischen Material ausgefüllt, um das unkontrollierte Einreissen von Bauteilen (etwa aufgrund verschiedener Ausdehnungskoeffizienten zweier Baustoffe) verhindern: z. B. braucht der Fliesenbelag eines grösseren Balkon- oder Terrassenbelags in regelmässigen Abständen Dehnfugen, weil sich die tragende Schicht und die Fliesen bei Wärme unterschiedlich ausdehnen. Dehnfugen haben auch eine schallschützende Funktion. ...
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| Dichtmörtel |
Wird beispielsweise eingesetzt zur Abdichtung und zum Schutz der Dämmung beim Bau gegen Eindringen von Wasser oder Feuchtigkeit. siehe auch Bauabdichtung ...
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| Dichtschlamm |
Ein Dichtschlamm wird beispielsweise eingesetzt zur Abdichtung und zum Schutz der Dämmung beim Bau gegen Eindringen von Wasser oder Feuchtigkeit. siehe auch Bauabdichtung. ...
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