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Immobilien-Lexikon. Fachbegriffe aus der Welt der Immobilien leicht verständlich dargestellt.
Gesetzliche und steuerrechtliche Anmerkungen beziehen sich in der Regel auf Deutsches Recht. Mit mehr als 1000 Artikeln haben Sie hier kostenlosen Zugriff auf eines der umfangreichsten
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Immobilien Allgemein |
| Nachbarrecht |
Das Nachbarrecht drückt eine Beschränkung des Grundstückseigentümers im Interesse seiner/seines Nachbarn aus. Man unterscheidet zwischen dem privaten Nachbarrecht, welches seine Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) hat und öffentlich-rechtlichen Vorschriften, welche im Interesse der Allgemeinheit liegen, wie zum Beispiel das Bundesimmissionsschutzgesetz.
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In einer privaten Nachbarrechtsregelung muss der Grundstückseigentümer Einwirkungen auf sein Grundstück erdulden, welche durch Zuführung von Rauch, Dämpfen, Gasen oder Gerüchen herrühren, wenn diese ein normales Maß nicht überschreiten.
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Das private Nachbarrecht ist im Grunde genommen eine Zusammensetzung und ergibt sich aus dem BGB sowie den verschiedenen in den einzelnen Bundesländern bestehenden Nachbarrechtsgesetzen. Hierzu zählen zum Beispiel die unterschiedlichen Dienstbarkeiten und nachbarrechtliche Regelungen im BGB. ...
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| Nachbarwiderspruch |
Auch die Eigentümer von angrenzenden Baugrundstücken sind am sog. Baugenehmigungsverfahren eingebunden. Diese dürfen zum Beispiel die Bauvorlagen einsehen und sich zu genehmigungspflichtigen Vorhaben zu Wort melden. Wenn nachbarliche Belange berührt werden, so z.B. die Mindestabstandflächen werden nicht eingehalten o.ä.), muss eine nachbarliche Zustimmung eingeholt werden. Der Nachbar gibt hierdurch dann nicht nur seine Zustimmung und Kenntnis des Vorhabens bekannt, sondern verzichtet auch auf das Recht zur Einlegung von Nachbarwiderspruch. ...
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| Nachmieter |
Wenn ein Mieter vor Beendigung der regulären Mietzeit ausziehen möchte bzw. gekündigt hat und die Zeit bis zum Ablauf "überbrücken" möchte, so kann er einen Nachmieter benennen, welcher an seiner Stelle das Mietverhältnis über den restlichen Zeitraum fortsetzt. Hierbei ist allerdings vorausgesetzt, dass der jeweilige Mietvertrag eine sog. Nachhmieterklausel beinhaltet. Denn wenn eine solche Vereinbarung nicht besteht, muss der Vermieter grundsätzlich nicht den Mieter bei Benennung eines Nachmieters aus dem Vertrag vorzeitig entlassen, wobei man sich meist aber gütlich einigen kann. ...
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| Nachmieterklausel |
Wenn im Mietvertrag ein entsprechender Passus festgeschrieben wurde, so hat ein ausscheidender Mieter bei der "echten Nachmieterklausel" einen Anspruch darauf, dass sein Vermieter den Nachmieter akzeptiert, vor allem wen der Nachmieter in Bezug auf seine Bonität angemessen ist. Bei einer sog. "unechten Nachmieterklausel" wird dem Mieter lediglich das vorzeitige Ausscheiden aus dem Mietvertrag möglich gemacht. Der Vermieter muss mit dem angebotenen Nachmieter nicht unbedingt einen Vertrag abschließen, es obliegt alleine seiner Entscheidung. Je nach Vertrag muss im Einzelfall durch die genaue Vertragsauslegung entschieden werden, welche Klausel greift. ...
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| Nachtstromspeicherheizung |
Diese Art der Heizung erfolgt über eine direkte Anbindung an das Stromnetz: der wärmespeichernde Kern der Heizung lädt sich in der Nacht auf und nutzt den verbilligten Stromtarif für Nachtstrom. Die Wärmeabgabe erfolgt tagsüber dann. Ein Nachteil von Nachtstromheizungen oder Nachtstromspeicheröfen ist, dass ältere Modelle häufig einen hohen Anteil des zwar schwer entflammbaren aber gesundheitsschädlichen Asbest enthalten. ...
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| Nachweismakler |
In einem Maklervertrag wird ein Nachweismakler nur als Makler genannt, der einen Nachweis hinsichtlich einer Vertragsabschlußgelegenheit gibt. Er übernimmt allerdings, anders als der sog. Vermittlungsmakler, keine Vermittlung zwischen einem Auftraggeber und einem Interessenten. Bereits im Maklervertrag kann die Art der Maklertätigkeit festgelegt werden; entweder alleine als Nachweismakler oder alleine als Vermittlungsmakler oder aber als eine Kombination aus beiden Tätigkeiten. Günstig ist letztere Kombi-Tätigkeit, da der Makler hier eine Provision bekommt, wenn er nur nachweist, nur vermittelt oder eben beides macht. ...
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| Nebenanlage |
Nebenanlagen sind Anlagen, die dem Nutzungszweck der im Baugebiet gelegenen Grundstücke oder des Bebauungsgebietes selbst dienen und zudem der Art dieses Gebietes entsprechen. Sie sind in allen Arten der baulichen Nutzung zugelassen. Nebenanlagen sind nicht Bestandteil eines vorhandenen Hauptgebäudes, es können z.B. Telefonzellen, Gartenhäuser, private Tennisplätze oder ähnliche Einrichtungen sein. ...
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| Nebenkosten |
Ein Bauherr sollte bei der Planung seines Eigenheims neben den reinen Haus- bzw. Grundstückskosten die Nebenkosten (vor allem hinsichtlich der Finanzierung) berücksichtigen. Denn man kann durchaus zehn Prozent im Durchschnitt für Mehrkosten hinzurechnen. Zu den wichtigsten anfallenden Nebenkosten zählen beispieslsweise beim Grundstückskauf die Maklercourtage, Notar- und Gerichtskosten, Erschließungskosten, ggf. Baugrundgutachten und die Grunderwerbsteuer. Kosten, welche mit dem Hausbau zusammenhängen können Architektenhonorar, Kosten für Baubetreuung, Baugenehmigung oder die Prüfstatik sein. Bei der Finanzierung fallen meist Gutachterkosten, Bereitstellungszinsen, Kosten für Zwischenfinanzierung etc. an. Zudem müssen Beiträge zur Versicherung (Bauherrenhaftpflicht) gezahlt werden. ...
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| Nebenleistungen |
Als Nebenleistungen werden weitere Zahlungsverpflichtungen eines Kreditnehmers, welche neben den Tilgungs- und Zinsvereinbarungen fällig sind, bezeichnet. Zu diesen Nebenleistungen werden beispielsweise Bearbeitungsgebühren, Bürgschaftsgebühren, Bereitstellungszinsen, Kosten für Bautenstandsüberwachung oder Schätzkosten gezählt. ...
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| Nebenpflichten (bei Maklern) |
Ein Makler verliert seinen Provisionsanspruch, falls er eine seine vertraglichen Nebenpflichten verletzt. Zu diesen Nebenpflichten zählen unter anderem eine Aufklärungs- und Informationspflicht. Diese Informationspflicht bedeutet für den Makler, dass er dem Kunden alles über das Objekt mitteilen muss, was für den Kunden von Bedeutung ist. Hierbei ist allerdings gleichzeitig Voraussetzung, dass der Kunde dem Makler darlegt, was für ihn wichtig und von eventueller Bedeutung ist. ...
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| Nettokaltmiete |
Von der Nettokaltmiete, welche auch als Grundmiete oder Nettomiete bezeichnet wird, spricht man, wenn hierbei die Betriebs- und Heizkosten komplett ausgeschlossen sind. ...
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| Nettomiete |
Von der Nettomiete, welche auch als Grundmiete oder Nettokaltmiete bezeichnet wird, spricht man, wenn hierbei die Betriebs- und Heizkosten komplett ausgeschlossen sind. ...
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| Nichtabnahmeentschädigung |
Falls ein Bauherrr ein zugesagtes Darlehen oder einen Teil hiervon nicht in Anspruch nimmt, kann das Kredit einen Betrag als Entschädigung verlangen. Dieser Betrag wird Nichtabnahmeentschädigung genannt. ...
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| Nichtveranlagungs-Bescheinigung |
Beim Finanzamt kann eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung angefordert werden, wenn das Einkommen einen gewissen Betrag (welcher bei Ledigen eine geringere Höhe hat, als bei Verheirateten) pro Jahr nicht übersteigt und auch keine Pflicht zur Einreichung der Einkommensteuererklärung besteht. Hierdurch kann ein Sparer über seine Zinsen und Dividenen ohne jegliche Zinsabschläge bzw. eine Kapitalertragsteuer verfügen. ...
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| Niedrigenergiehaus |
Ein Haus mit einem niedrigen Energieverbrauch, wobei die Werte weit unter den gültigen Vorschriften für herkömmlich wärmegedämmte Häuser liegen wird als sog. Niedrigenergiehaus bezeichnet. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sogar eine Steuerersparnis durch den Bau eines Niedrigenergiehauses erwirkt werden. In jedem Fall ist durch die Einsparung von Energie mit geringeren laufenden Kosten zu rechnen. ...
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| Niedrig-Energiehaus |
Durch Energieersparnis, können die Niedrig-Energiehäuser gegenüber von herkömmlich gebauten Höusern bis zu fünfzig Prozent oder sogar mehr Heizenergie einsparen. Dies wird durch die Verwendung von hochwärmegedämmten Materialien bewerkstelligt. Zudem lassen sich mit Niedrig-Energiehäusern Steuern sparen bzw. Eigenheimbesitzer, welche ein Niedrig-Energiehaus errichten, können im Rahmen des sog. Eigenheimzulagengesetzes vom Staat einen Zuschuss kassieren, welcher in einem achtjährigen Förderzeitraum gewährt wird. Allerdings müssen nachweislich 25% des Heizwärmebedarfs eingespart werden. ...
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| Norm |
Eine Norm ist eine Vorgabe, in welcher bestimmte Größen, Höhen, Weiten, Eigenschaften, Farben etc. von Dingen definiert und genau festgelegt sind. siehe auch DIN. ...
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| Normalherstellungskosten |
Für das sog. Sachwerteverfahren sind auch die Normalherstellungskosten eine weitere Berechnungsgröße. Man kann den Herstellungswert von Gebäuden ermitteln, indem man die gewöhnlichen Herstellungskosten je Raum- oder Flächeneinheit mit der Anzahl der entsprechenden Raum-, Flächen oder weiteren Bezugseinheiten vervielfacht. Bauweise und Bauart müssen hierbei auch eine Berücksichtigung finden. In den Normalherstellungskosten sind auch die Baunebenkosten enthalten. Man kann die Normalherstellungskosten aus Tabellen ersehen; sie werden anhand von Indexreihen ermittelt. ...
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| Normenkontrolle |
Es besteht die Möglichkeit, die Satzungen nach dem Baugesetzbuch durch ein Normenkontrollverfahren zu überprüfen. Hierbei ist das jeweilige Oberverwaltungsgericht bzw. der Verwaltungsgerichthof zuständig. Personen, denen durch betreffende Rechtsvorschriften oder durch die Anwendung dieser ein Nachteil entsteht, haben die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen. Sollte sich herausstellen, dass die Rechtsvorschrift gegen eine höhere Rechtsnorm verstößt, so wird diese als nichtig erklärt. Ein Gericht kann aber auch - bei Feststellung keines vorliegenden Fehlers - den Normenkontrollantrag abweisen. ...
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| Notar |
Ein Notar ist eine vom Staat zur Ausübung bestimmter Rechtspflegeaufgaben bestimmte und unabhängige Person. Bei Immobiliengeschäften ist häufig die Mitwirklung eines Notars in vielen Bereichen erforderlich (zur notariellen Beurkundung). Ein Notar erhält Gebühren und Auslagen, welche sich meist an der Höhe des Gegenstandswertes orientieren. ...
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